„Impfen, testen, öffnen“

„Impfen, testen, öffnen“

Katja Pähle zu Perspektiven der Pandemiebekämpfung – am Beispiel Kulturszene:

„Die jüngsten Beschlüsse der Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern, die Rücknahme der ‚Osterruhe‘ und die aktuell wieder stark steigenden Infektionszahlen machen deutlich, dass wir mit der ständigen Abfolge von Eindämmungsmaßnahmen und Lockerungen die Pandemie nicht in den Griff bekommen werden. Nur eine schnelle Ausweitung der Impfkampagne kann die Grundlage für perspektivische Öffnungen sein, verbunden mit vielen, verlässlichen Testmöglichkeiten. Impfen, testen, öffnen – das ist auch für die von Schließungen betroffenen Branchen und die Kultur- und Clubszene die einzig belastbare Strategie.“

Das erklärte die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Katja Pähle, aus Anlass einer Online-Diskussionsveranstaltung am gestrigen Mittwochabend. Pähle diskutierte dort gemeinsam mit der kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Angela Kolb-Janssen, der Magdeburger Theaterintendantin Karen Stone, dem Kabarettisten Lars Johansen sowie Mary Gringer von der Tanzbar Palette und Axel Knapp vom Klub Drushba aus Halle. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Damit Kultur wieder laut wird“.

„Wir wollen unseren Alltag zurück, aber wir wollen nach der Krise nicht zur Tagesordnung übergehen“, sagte Pähle. „Die Veranstaltungsbranche gehört zu den Wirtschaftsbereichen, bei denen nach einer wirksamen Eingrenzung der Pandemie massive staatliche Unterstützung erforderlich ist. Gerade weil alle Versuche abgeblockt wurden, für die Zeit des Shutdowns einen Unternehmerlohn einzuführen, müssen die Betroffenen die notwendige Hilfe für einen Neustart bekommen.“ Die SPD-Fraktionsvorsitzende plädierte dafür, parallel zu den geplanten Modellprojekten im Kulturbereich auch vergleichbare Modelle für die Clubszene zu erproben, soweit die Infektionszahlen vor Ort das zuließen.

In der künftigen Kulturförderung müssten soziale Standards eine größere Rolle spielen, forderte Pähle. Das betreffe Mindesthonorare und die tarifliche Bezahlung in geförderten Kultureinrichtungen. Auf einen längeren Zeitraum angelegte Projekte sollten mit mehrjährigen Verträgen gefördert werden.

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