#110: Hallischer Hanseverein

#110: Hallischer Hanseverein

Gut 200 Jahre war die Stadt Halle Mitglied der Hanse, von 1281 bis 1479. Wer bei “Hanse” an Landungsbrücken, Kräne und Schifffahrt denkt, liegt falsch. Zuallererst war die Hanse ein Zusammenschluss von Kaufleuten zur Erleichterung des Handels. Allein in Sachsen-Anhalt gibt es 16 Hansestädte, obwohl das Meer doch recht weit entfernt liegt. Im Jahr 2001 ist Halle der “Neuen Hanse” beigetreten, seit 2009 gibt es den Hansestadt Halle / Hallischer Hanseverein e.V. Die Vereinsmitglieder arbeiten unermüdlich an der Wiederbelebung der halleschen Hanse, unter anderem durch das jährliche Hansefest am Riveufer. Bis zum 11. Hansefest 2019 ist es übrigens nicht mehr lange hin!

Wer helfen möchte: Aktuell ist der Verein auf der Suche nach Dioramen die den (Salz-)Handel, die Salzgewinnung oder Handwerk aus der ersten halleschen Hansezeit (bzw. Mittelalter generell) zeigen. Falls dergleichen bei Opa auf dem Dachboden liegt, meldet euch bei mir oder direkt beim Hanseverein.

#109: Hospiz am Elisabeth-Krankenhaus

#109: Hospiz am Elisabeth-Krankenhaus

Dass der Tod zum Leben dazugehört, scheint eigentlich offensichtlich zu sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospiz am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle sprechen oft über das Sterben, einfach weil es Teil ihrer Arbeit ist. Im stationären Hospiz in der Heinrich-Pera-Straße begleiten sie schwerkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg. Mehr als neunzig Ehrenamtliche leben die Hospizidee, in dem sie im ambulanten Dienst Menschen zu Hause unterstützen. Dabei geht es weniger um pflegerische Hilfen, sondern viel mehr darum, da zu sein, für die Sterbenden und vor allem auch für die Angehörigen. Danke für die Eindrücke.

#108: Gutjahrschule

#108: Gutjahrschule

2300 Berufsschüler lernen an der Gutjahrschule – Berufsbildende Schulen IIin Halle-Neustadt. Vom Anlagenmechaniker bis zum Werkstoffprüfer können hier 37 verschiedene Ausbildungsberufe erlernt werden. Betreut und unterrichtet werden sie von einem engagierten Kollegium von 80 Lehrern und zwei Schulsozialarbeiterinnen.

Gerade die Schulsozialarbeit ist enorm wichtig und wird noch bis 2021 vom Europäischen Sozialfonds gefördert. Auch danach muss das Angebot erhalten und ausgebaut werden, denn zwei Sozialarbeiterinnen auf 2300 Schüler reichen natürlich hinten und vorne nicht. Aus dem Gespräch mit dem Schulleiter und den beiden Sozialarbeiterinnen habe ich sehr viel mitnehmen können. Ich komme auf jeden Fall wieder!

#107: Wünschewagen des ASB

#107: Wünschewagen des ASB

Letzte Wünsche wagen – das ermöglichen seit 2014 die Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bunds: Das Projekt erfüllt Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch und fährt sie gemeinsam mit ihren Familien und Freunden noch einmal an ihren Lieblingsort. Der Wünschewagen ist seit einem guten halben Jahr auch in Sachsen-Anhalt im Einsatz. Ein sehr unterstützenswertes Projekt!

Nach einem Gespräch mit den Verantworlichen vom örtlichen ASB gab es heute dann noch ein schönes Foto mit dem Fahrzeug vor original hallescher Kulisse.

Finanziert wird der Einsatz des Wünschewagens übrigens ausschließlich durch Spenden. Falls ihr also etwas Gutes tun möchtet: Alle Infos und auch die Möglichkeit zu spenden findet ihr auf der Website: https://wuenschewagen.de/sachsen-anhalt

#106: Sozialagentur Sachsen-Anhalt

#106: Sozialagentur Sachsen-Anhalt

Heute habe ich die Sozialagentur Sachsen-Anhalt besucht. Der Landesbetrieb hat seinen Sitz in Halle und beschäftigt über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als übergeordneter Träger koordiniert und steuert die Agentur alle Leistungen der Sozialhilfe in Sachsen-Anhalt zusammen mit den Sozialämtern vor Ort. Darunter zum Beispiel die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung oder Hilfen für pflegebedürftige Menschen.

Im Gespräch mit Herrn Strube, dem Direktor der Sozialagentur, war das kommende Bundesteilhabegesetz das große Thema. Hier stehen gewaltige Umwälzungen an, denn das Prinzip der Leistungsvergabe wird grundlegend geändert. Das bedeutet nicht nur für die betroffenen Menschen eine große Veränderung, auch in der Sozialagentur wird schwer geschuftet, damit die Verbesserungen bei den Menschen ankommen.

Meinen Respekt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – trotz der vielen Arbeit die ins Haus steht, war die Stimmung bei meinem Rundgang sehr gut. Vielen Dank an Herrn Strube für den freundlichen Empfang und die interessanten Einblicke!

Mehr Informationen zum Bundesteilhabegesetz findet ihr hier: https://www.bmas.de/…/S…/Inklusion/bundesteilhabegesetz.html

#105: Sankt Georgen e.V.

#105: Sankt Georgen e.V.

Das hallesche Jugend- und Familienzentrum Sankt Georgen e.V. ist ein Träger der hauptsächlich Sozialarbeit für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene leistet. Im Gespräch habe ich mich mit dem Geschäftsführer Herrn Raudith über die allgemeine Situation, Probleme und Herausforderungen und die vielfältigen Projekte des Zentrums informiert. Neben toller Jugendarbeit und Schulsozialarbeit ist mir besonders das Projekt “Wake Up! Neustadt” ins Auge gefallen. Hier bekommen 12-26-jährige aus Halle-Neustadt Beratung, Betreuung und Unterstützung bei der Berufsorientierung, Behördengängen oder auch einfach nur ein offenes Ohr bei Problemen. Sehr unterstützenswert!

#104: Landesrettungsschule von ASB und DRK

#104: Landesrettungsschule von ASB und DRK

Zentral am halleschen Glauchaer Platz gelegen befindet sich die Landesrettungsschule von ASB und DRK in Sachsen-Anhalt. Hier werden Betriebs-, Rettungs- und Notfallsanitäter ausgebildet, dazu kommen noch eine Vielzahl an Fort- und Weiterbildungen. Seit der Einführung des Notfallsanitäters übernehmen die Krankenkassen die Ausbildungskosten, sodass die Auszubildenden endlich eine Vergütung erhalten und ihre Ausbildung nicht mehr selbst bezahlen müssen (so war es noch beim Rettungsassistenten). Der theoretische Teil der Ausbildung findet in Klassenräumen und einem hochmodernen Simulationszentrum mit “Rettungswagen” und Videoübertragung statt. Hier können die Auszubildenden unter nahezu realistischen Bedingungen Einsätze üben und geprüft werden.

Im Gespräch mit der Schulleitung stellte sich heraus, dass die Bewerberlage für den Notfallsanitäter zwar erstklassig ist, in Sachsen-Anhalt aber leider viel zu wenig Stellen ausgeschrieben werden und dementsprechend Personalmangel herrscht. Hinzu kommt, dass andere Bundesländer auch händeringend nach neuem Personal suchen und Berufseinsteiger aktiv abwerben – keine schöne Situation für Sachsen-Anhalt.

Vielen Dank für den Besuch, das ausführliche Gespräch und den Rundgang durch die Schule!

#103: DRK Freiwilligendienste

#103: DRK Freiwilligendienste

650 Freiwillige betreut das Deutsche Rote Kreuz jedes Jahr in Sachsen-Anhalt. Und das in ganz in unterschiedlichen Bereichen: Pflege, Erziehung, Jugendarbeit, Krankenhaus und Rettungsdienst: Die Freiwilligen eint, dass sie anderen Menschen helfen. Egal ob durch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst. Bei meinem Besuch bei den DRK LVSA Freiwilligendienste habe ich mit Mitarbeitern und Freiwilligen gleichermaßen gesprochen, alle sind mit viel Engagement dabei. Seit 1998 arbeitet man hier mit Freiwilligen und es werden immer mehr. Übrigens hat das Freiwillige Soziale Jahr vor einigen Jahren ein Upgrade bekommen. Beim FSJdigital machen Freiwillige mit Älteren beispielsweise einen Internetführerschein oder zeigen Pflegebedürftigen den Einstieg in die digitale Welt anhand einer Digitalkamera. Vielen Dank für den schönen Besuch!

#102: Wertstoffmarkt Äußere Hordorfer Straße

#102: Wertstoffmarkt Äußere Hordorfer Straße

Die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH betreibt insgesamt drei Wertstoffmärkte im halleschen Stadtgebiet. Den Standort an der Äußeren Hordorfer Straße konnte ich mir bei einer Betriebsbesichtigung genauer ansehen. Bestimmt waren viele von euch schon mal hier, um Sperrmüll oder Wertstoffe zu entsorgen. Auf dem Areal werden die verschiedenen Abfallarten penibel sortiert und wiederaufbereitet. Auch eine Werkstatt, in der nahezu alle Fahrzeuge der Stadtwerke Halle (natürlich ohne Straßenbahnen) gewartet und instand gesetzt werden befindet sich hier. Und für den Winter ist man auch gerüstet: Erst vor Kurzem wurden neue Silos installiert, in der man das Streusalz für die halleschen Straßen auf Vorrat hält. Übrigens: Der Wertstoffmarkt in der Äußeren Hordorfer Straße hat die kundenfreundlichsten Öffnungszeiten in ganz Deutschland. Sogar Sonntags kann man hier Abfall und Grünschnitt entsorgen. Hut ab!

#101: Kläranlage Lettin

#101: Kläranlage Lettin

Wusstet ihr, dass jeder Hallenser pro Tag knapp 100 Liter Wasser verbraucht? Sei es beim Duschen, Spülen oder dem Toilettengang, die Einwohner einer Großstadt wie Halle produzieren jede Menge Abwasser. Gut, dass die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH in Lettin eine der modernsten Großkläranlagen ihrer Art betreibt. Die Anlage ist die einzige in Halle und versorgt das gesamte Stadtgebiet und Teile des Saalekreises. Pro Tag können hier bis zu 75.000 Kubikmeter Abwasser gereinigt werden. Nur mal zum Vergleich: Das sind fast 400.000 Badewannen!

Für den reibungslosen Ablauf sorgen die gut 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schichtbetrieb. Im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt meiner Besichtigung war der Aufstieg auf die beiden Faultürme. In den beiden eierförmigen Tanks wird aus Klärschlamm Methangas gewonnen – damit wiederum wird ein eigenes Blockheizkraftwerk betrieben, dass die Hälfte des eigenen Energieverbrauchs abdecken kann. Wirklich sehr beeindruckend!

Vielen Dank an Geschäftsführer Jörg Schulze und das Personal vor Ort für die interessanten Einblicke!